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Printpress-Training
Bericht  über  meinen  Einsatz  bei Hope for Life Foundation,  Mae Sai  vom 23.11. bis 19.12.2008

Druckmaschinen-Training

Aufgabenstellung war, Jugendliche im Umgang mit einer Heidelberger Druckmaschine Modell QM 46-2 zu qualifizieren, ihnen Grundkenntnisse im Offsetdruck zu vermitteln und sie mit der Wartung der Maschine vertraut zu machen.

Bei den Auszubildenden handelt es sich um junge Burmesen mit den Namen Asa, Juda, Jaku und Jarsaw. In der ersten Ausbildungswoche half dankenswerterweise Frau Esther Albrecht bei der Uebersetzung vom Englischen ins Burmesiche. Im Laufe der naechsten Wochen stellte sich heraus, dass Erklaerungen an der Maschine auch mit den englischen Grundkenntnissen von Jarsaw gut aufgenommen wurden. An zwei Samstagen liess sich auch Herr Thomas Albrecht, Leiter der Institution, in die Bedienung der Druckmaschiene einweisen.

Waehrend der ersten beiden Wochen ging es darum, die Maschine, die seit Jahren nicht produziert hatte, wieder druckfertig zu machen, zum Teil zu justieren und vorzubereiten. Hierbei wurde den Jugendlichen Grundlagen ueber die Papierhandhabung und die verschiedenen Einstellmoeglichkeiten an der Maschine gezeigt. Anschliessend mussten die Auszubildenden verschieden Papiersorten und Formate selbstaendig einrichten und laufen lassen, ohne jedoch zu drucken.
Ab der dritten Woche konnten dann verschiedene aus Heidelberg dankenswerterweise gesandte fertige Druckplatten zur Produktion von Schulheften eingesetzt werden. Das Papier im A 3 Format wurde dabei beidseitig bedruckt, anschliessend auf einer Kleinschneidemaschine geschnitten, per Hand gefalzt, zusammengetragen, mit einem unbedruckten Umschlag versehen und geheftet. All diese Arbeitsgaenge wurden von den Jugendlichen unter meiner Anleitung und Aufsicht selbst durchgefuehrt. Die so erzeugte Schulhefte werden innerhalb der Foundation verwendet.

Nach meinen Vorgaben wurde auch ein Leuchttisch zur Montage von Filmen auf Traegerfolien angefertigt.

Aufgrund von nicht mehr zylindrischen und toleranzhaltigen Feuchtwalzen waren ich nicht in der Lage, eine gleichmaessige Wasserfuehrung im zweiten Druckwerk zu erzielen. Diese Walzen wurden ausgebaut und sollten in Bangkok bei einem Gummiwalzenhersteller neu bezogen werden. Danach kann die Maschine auch zweifarbig in einem Arbeitsgang drucken.

Aus Bangkok wurden auch Druckplatten bestellt, die dann mit einfachen Mitteln selbst kopiert werden sollen. Angaben ueber Berlichtungszeiten und die Handhabung von Vakuum und Entwicklung  wurden vermittelt.

Besonders Jar Saw zeigte gute technische Auffassungsgabe und Interesse an allem Angebotenen. Natuerlich kann man in 4 Wochen nicht das erreichen, wozu man in anderen Laendern 3 oder gar 4 Lehrjahre benoetigt. Dennoch ist ein Anfang gemacht, dem meiner Ansicht nach ein weiterer Einsatz folgen koennte, bei dem dann das zweifarbige Drucken und die Nummerier und Perforiereinheit demonstriert werden koennte, vorausgesetzt, es sind alle benoetigten Teile vorhanden und der Einsatz dieser Zusatzgeraete erscheint wirtschaftlich sinnvoll.

Zwei Tage der ersten Woche verbrachte ich bei der befreundeten Actco Printing Company in Chiang Mai, die ebenfalls mit Heidelberger Druckmaschinen produziert. Hier konnte ich das Management auf die durch falsche Papierlaufrichtung auftretenden Qualitaetsprobleme beim Drucken von mehrfarbigen Rasterdrucken hinweisen und den Druckern so manche Fragen beantworten.

Dieter Gauert
SES Bonn

Mae Sai, den 16.12.2008

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