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Unser Freundeskreis

Eine traurige Geschichte

Dieses Jahr mussten wir leider wieder selbst miterleben, dass die Kinder der Bergvölker immer noch als Mitbürger dritter Klasse angesehen werden. Für das diesjährige Schuljahr reichten wir alle nötigen Unterlagen rechtzeitig in einer lokalen Schule in Mae Sai ein. Es wurde uns zugesichert, dass wir keine Probleme mit der Anmeldung unserer Kinder zu erwarten hätten. Am ersten Schultag kleideten sich unsere Kinder dann voller Freude mit den Schuluniformen und wir gingen gemeinsam zur Schule. Dort wurde uns mitgeteilt, dass noch ein Dokument zur Anmeldung fehlen würde. Deshalb wurden all unsere Kinder nach Hause geschickt.

Wir besorgten sofort das gewünschte Dokument und am nächsten Tag gingen wir wieder zusammen mit den Kindern zur Schule. Diesmal wurde uns mitgeteilt, dass noch ein weiteres Dokument nötig wäre, um die Kinder anzumelden. Die Kinder und wir waren bereits etwas traurig. Wir besorgten dieses zweite Dokument wieder ohne murren, obwohl uns bereits klar war, dass es sich hierbei nur um Schickane hanldeln kann. Als wir dann am dritten Tag erneut mit den Kindern vor der Türe der Schule standen hieß es, dass nicht genügend Tische und Stühle für unsere Kinder zur Verfügung stünden. Wir machten der Schule das Angebot, aus eigenen Mitteln genügend Stühle und Tische anzuschaffen. Doch auch dies wurde abgeschlagen. Unsere Kinder weinten alle bitterlich, als sie zum dritten Mal nach Hause geschickt wurden.

Diese Geschichte zeigt, wie sehr die Kinder der Bergvölker immer noch unter Vorurteilen und Diskriminierung zu leiden haben.
Da wir einen Platz für unsere Kinder möchten, an dem sie erwünscht und willkommen sind verzichteten wir darauf, die Schule auf den Rechtsanspruch unserer Kinder auf einen Schulplatz hinzuweisen und machten uns auf die Suche nach einer geeigneten Schule. Wir klopften an zahlreiche Türen und wurden oft abgewiesen. Ich kam mir stellenweise vor wie ein Bettler. Letzten Endes fanden wir aber eine ganz tolle Schule für die Kinder. In dieser Schule wurden unsere Kinder wirklich von Herzen aufgenommen und auch die Lehrer behandeln sie sehr gut. Fast alle unserer neuen Kinder müssen in der ersten Klasse beginnen, da sie entweder noch nie in ihrem Leben eine Schule besucht haben, oder aber in den Bergschulen nicht adäquat unterrichtet wurden.