home loans
home loans

Unser Freundeskreis

Die Geschichte von A-Mi-Ti PDF Drucken E-Mail

AmiTi

Profil:
Name: A-Mi-Ti 
Geburtstag: unbekannt 
Bei uns seit: 12. März 2006
Nationalität: Myanmar 
Volksstamm: Akha
Schule: Grundschule

Mein Name ist A-Mi-Ti, ich bin 9 Jahre alt. Ich lebe jetzt im Heim für missbrauchte Mädchen , wo sich mein Leben sehr veränderte.

Ich wurde in einem der ärmsten Dörfer in Burma geboren. Ich wurde als viertes Kind geboren, habe drei Brüder und zwei Schwestern. Zwei meiner Brüder leben als Mönche im buddhistischen Tempel, da meine Familie sie nicht ernähren konnte.

Meine beiden Schwestern hat mein Vater an eine chinesische Familie verkauft. Seitdem habe ich nie wieder etwas von ihnen gehört. Mein Vater ist drogensüchtig und versuchte nie zu arbeiten um Geld für unsere Familie zu verdienen. Nur meine Mutter arbeitete für uns alle, aber das Geld reichte nie aus um uns zu ernähren. Ich erinnere mich noch gut daran, dass sie ständig hustete. Meine Mutter starb an Tuberkulose als ich vier Jahre alt war.

Seither verbrachte ich die meiste Zeit auf der Straße, bettelte fast jeden Tag um eine Mahlzeit. Manchmal stahl ich auch Eier von der Hühnerfarm im Dorf und aß diese Eier dann als Mittag- oder Abendessen. Ich schlief auf der Straße, meist in einem Gebüsch oder nahe der Müllhalte. Ich war immer sehr traurig und weinte auch oft vor Hunger.

Ich hatte keine Freunde, alle anderen Kinder hassten mich. Keiner wollte mit mir spielen. Oft sammelte ich alte Glasflaschen aus Mülleimern zusammen und verkaufte diese für ein paar Münzen an eine alte Frau im Dorf. Ich war dann immer überglücklich, dass ich mein eigenes Geld verdienen konnte. Das erste Mal, als ich selbst Geld verdiente, hatten einige der Dorfbewohner Mitleid mit mir und gaben mir etwas zu essen. Aber meistens verjagten mich die Dorfbewohner, wenn ich sie um ein wenig Reis bat, da ich sie beim Essen störte. Also sammelte ich Essensreste aus den Mülltonnen zusammen.

Eines Tages juckte es mich überall und ich hatte Infektionen über den ganzen Körper verstreut. Zu dieser Zeit traf ich auf ein fremdes Gesicht im Dorf. Der Fremde kam auf mich zu und fragte mich, wo denn meine Eltern wären. Ich erzählte ihm meine Geschichte und er brachte mich ins „House of Confidence“, in dem ich seither lebe. Jetzt gehe ich wie alle anderen ganz normalen Kinder zur Schule und habe auch wieder Freunde. Wenn ich erwachsen bin, dann will ich Lehrer werden und vielen Kindern helfen.


A-Mi-Ti
Bewohnerin des House of Confidence