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Hubert Rainer - Englischlehrer Mae Sai
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Unterrichten bei Hope for Life in Mae Sai, Thailand

Mein Name ist Hubert Rainer und ich bin ein pensionierter Lehrer aus Schweden, der sich Hope for Life angeschlossen hat, um mit dem was ich am besten kann, meinen Beitrag zu leisten, d.h. Schwedisch, Englisch und Deutsch unterrichten. Es besteht kein großer Bedarf an Schwedisch, aber Englisch ist sehr begehrt und sogar Deutsch weckt unter den Schülern ein gewisses Interesse. Ich arbeite an zwei Orten, einerseits an einer öffentlichen Schule, die stark unterbesetzt ist und dringend englischsprachige Lehrer benötigt und zum anderen auf dem Anwesen von Hope for Life.

Die Schüler der öffentlichen Schule sind zwischen 13 und 17 Jahren alt, während es sich bei denen von Hope for Life ausschließlich um Erwachsene handelt. Die meisten von ihnen kommen aus Burma, um an meinem Unterricht teilzunehmen und derjenige, mit dem längsten Anfahrtsweg, muss ca. 3 Stunden mit dem Motorrad fahren, um den Unterricht besuchen zu können. Es bricht einem fast das Herz, erzählt einem aber auch einiges über das Engagement und den Wissensdurst der Schüler. Es ist das pure Vergnügen, an beiden Orten zu unterrichten und ich ziehe keinen dem anderen vor, sondern genieße meine Anwesenheit an beiden Schulen gleichermaßen. Als berufsmäßiger Lehrer weiß man, wann und wie man verschiedene pädagogische Methoden anwenden muss. Was allerdings ab und an zu Frustration führt, ist die Tatsache, dass Englisch komplett in Englisch unterrichtet werden muss. Vor allem wenn es um abstrakte Worte und abstraktes Denken geht, erfordert dies von allen enorme Anstrengungen. Dennoch ist die Arbeit nicht vergebens, solange der Wille zum Erfolg vorhanden ist.

Während meiner drei Monate hier hatte ich das Vergnügen, andere freiwillige Helfer kennenzulernen, die aus ähnlichen Gründen hierher kamen wie ich, d.h. um etwas zu tun, das ihnen sinnvoll erscheint. Was für mich bedeutet, statt zuhause zu sitzen und mein Rentnerdasein zu beklagen, dieses lieber zu genießen, indem ich das tue, was ich am besten kann: unterrichten! Der Unterricht im Ausland unterscheidet sich nicht allzu sehr von der Arbeit in Schweden, da hier wie dort von Lehrern das gleiche erwartet wird; ihre Aufgabe zu erfüllen. Die Unterschiede offenbaren sich lediglich wenn es darum geht, etwas zu erklären, weil man schnell in die Muttersprache verfällt, um bei der Erklärung Zeit zu sparen.

In Anbetracht all dessen bin ich sehr froh darüber, Hope for Life beigetreten zu sein. Nicht nur weil ich es liebe, zu unterrichten, sondern auch wegen des wundervollen Klimas hier in Mae Sai, welches dem schwedischen Hochsommer ähnelt. Die herzliche Freundlichkeit der immer lächelnden Thailänder und Burmesen ist ein zusätzlicher Bonus meines Aufenthaltes hier. Am 31. März, nachdem ich hier ein halbes Jahr verbracht habe, werde ich nach Schweden zurückreisen, und für den Herbst plane ich bereits meine Rückkehr nach Mae Sai, wenn die schwedischen Nächte zu lang und düster und die Tage viel zu kurz sind.

Ich habe das Gefühl, hier gebraucht zu werden, was mich dazu anspornt, das Beste aus mir herauszuholen, da ich es wirklich genieße, Gutes zu tun, etwas das anderen hilft und dazu beiträgt, aus unserem Planeten eine bessere Welt zu machen. Auch wenn es nur ein sehr kleiner Beitrag ist, so kann dieser sich doch zu einem großen summieren, wenn viele Menschen mithelfen und versuchen, diese Welt ein bisschen zu verbessern. Ich wage zu behaupten, dass ich niemals zuvor in meiner ganzen Karriere so ausgesprochen dankbare Schüler hatte wie hier in Mae Sai. Wie schon erwähnt, es ist ein Vergnügen"text">Sollte jemand anderes in Erwägung ziehen, hier zu unterrichten, so kann ich ihm dies nur von ganzem Herzen empfehlen. Darüber hinaus wird ihre Mithilfe benötigt!

Hochachtungsvoll

Hubert Rainer