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Besuch Heiner Schalück
bericht_heinerHope for Life' - kein (marketing trächtiges) Schlagwort, sondern harte, und zugleich schöne Realität.

Während eines Aufenthaltes in Mae Sai (Thailand) habe ich beides unmittelbar erlebt: in Tachileik auf der anderen Seite des Flusses (in Myanmar = Burma) die burmesischen Kinder, die in zerschlissenen Hosen und T-shirt auf der Straße leben. Alleine - mit Geschwistern - manche auch mit der Mutter. Sie bieten sich an, den Weg zu zeigen, sie versuchen, Blumen oder Briefmarken zu verkaufen; vor allem aber bleibt ihnen nur die Möglichkeit, durch Betteln etwas Geld zu bekommen, um über-leben zu können. Perspektive ??

Dann waren da die Jugendlichen, die versuchen, Zigaretten, Viagra oder Sex-CD's zu verkaufen. Erfolg: fast null. Ihre Perspektive: ??

Und ich erlebte, welche Konsequenzen Armut auch hat: ungefragt fuhr mich mein Taxifahrer innerhalb von 3 Stunden gleich dreimal zu Wohnhäusern, in denen mir dann ‚nice ladies' angeboten wurden. ‚cheap cheap'. Mädchen und junge Frauen, denen offensichtlich nur noch der Verkauf des eigenen Körpers blieb.

Nicht nur Hoffnung, sondern wirkliches Leben bietet die Arbeit von ‚Hope for Life': Burmesische Kinder, die wegen der Armut ihrer Familie oder als Waisenkinder auf der Straße leben müssen, haben dort ein Zu-Hause gefunden. Mädchen, die von Zwangsprostitution bedroht sind - oder dieser entfliehen konnten - haben die Möglichkeit, ein menschenwürdiges Leben kennen zu lernen, zu leben.

über 100 Kinder und Jugendliche von 3 - 13 Jahren leben in Mai Sai. Sie werden nicht nur versorgt, sie erhalten in der regulären Dorfschule eine schulische Grundbildung, sie erhalten Grundkenntnisse in Englisch und es werden verschiedenste Aktivitäten in der Umgebung unternommen. Für Jugendliche gibt es die Möglichkeit, eine Berufsausbildung als Bäcker (-in) bzw. Fahrzeugmechaniker zu machen. Es war toll zu sehen, mit welcher Begeisterung und Ernsthaftigkeit die Jugendlichen in der Backstube die Motorradwerkstatt bei der Arbeit waren.

Für alle ist es dort eine neue Familie, viele leben hier schon mehrere Jahre. Ihnen wird nicht nur ‚hope', sondern eine ganz konkrete Perspektive ‚for life' geboten.

Die Anlage und die Ausbildungsstätten, die ‚Hope for Life' in nur wenigen Jahren aufgebaut hat und betreut, haben meinen größten Respekt verdient. Die Augen und die Fröhlichkeit der Kinder haben mich tief bewegt.

Ich danke Thomas Albrecht für diese Begegnungen. Ich wünschen ihm, seiner Frau und ihren Mitarbeitern weiter so viel Erfolg und dass sei möglichst viel Unterstützung finden mögen.

Heiner Schalück
Oktober 2006