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Unser Freundeskreis

Bericht von Nina Loges
Bericht von Nina Loges, über Ihre Arbeit als Volunteer im Childlife-Projekt…

Von November 2004 bis Februar 2005 arbeitete ich als Voluntaer bei Childlife. Die Kinder von Childlife empfingen einem mit offenen Armen. Gerade ueber Personen die eine laengere Zeit bei ihnen bleiben, freuen sich die Kinder besonders. Wenn jemand fuer laengere Zeit dort ist und die Kinder etwas laenger kennt, spuert man was fuer ein Beduerfnis die Kinder besitzen, umarmt beziehungsweise die Naehe eines anderen zu spueren. Wenn man zusaetzlich die Geschichte einzelner Kinder erfaehrt, kann man verstehen, wie wichtig der intensive Kontakt fuer die Kinder ist.

Die viele der Kinder besitzen meist nur ein Elternteil. Dazu kommt, dass der Vater oder die Mutter oft eine Drogenabhaengigkeit besitzt. So warden die Kinder auf die Strasse zum betteln geschickt, um Geld fuer die Eltern zu beschaffen. Verwarlost, dreckig und oft mit den unterschiedlichsten Krankheiten warden sie von Childlife aufgesammelt. Die Hygiene sowie die Gesundheit sind Probleme vor Ort. Da die Kinder von der Strasse kommen und noch nie ein Problem mit der Gesundheit geschweige denn mit der Hygiene gesehen haben, ist dieses ihnen einereil. Ihre Probleme sehen ganz anders aus. Es geht ums ueberleben. Da steht Hygiene und die Gesundheit ganz woanders.

Die aelteren Kids unterrichtete ich in Englisch. Ich habe gemerkt, dass es unheimlich wichtig fuer die Kinder ist, den Unterricht spielerlisch aufzubauen. Denn ist der Unterricht enmal zu theoretisch, haben die Kinder keine Hemmungen aufzustehen und zu gehen. So kann es auch sein, dass man nur noch mit dreien da sitzt. Das gleiche Problem herrscht in der Schule, wo 60 der Kinder von Childlife lernen. Wenn man in die Schule kommt ist es ganz einfach “unsere Kinder” zu entdecken. Viele spielen draussen, sitzten irgendwo rum oder schlafen. Sobald man aber mit den Kindern etwas macht was Spass macht sind sie mit voller Konzentraion dabei. So machte ich es beim Einueben zweier Weihnachtslieder. Nur den Text zu lernen war langweillig, als ich aber den Text mit einem Tanz verbunden habe, kamen die Kids aus ihren Loechern hervor und waren dizipliniert und konzentriert dabei.

Nicht nur die Kinder lernten von mir, auch ich habe hier waehrend meiner Zeit eine Menge an Geduld, Verstaendniss, Zurueckhaltung und das wichtigste die Erkenntnis eine Familie, Freunde, saubere Kleidung, ein Hygiene und Gesundheitssystem, ein Dach ueber den Kopf, Essen, Trinken und eine uheimliche Dankbarkeit zu besitzen in einer heilen und friedlichen Welt aufgewachsen zu sein gelernt.

Hier in Thailand (aber auch in anderen asiatischen Laendern) dauert alles ein bischen laenger. So wird eine angefangene Sache zuende gebracht bevor man die naechste angeht. Das heist, dass es gut sein kann, dass man alleine zu einem verabredeten Zeitpunkt an Ort und Stelle sitzt. So wird das Arbeiten besonders am Anfang manchmal etwas konfus. Aber man passt sich unheimlich schnell an, da man ja auch schliesslich keine andere Wahl hat.

Man kann sie taeglich ein stuendlich an den lachenden Kindergesichten erfreuen. Oft habe ich die Unterschiede gesehen von Kindern die gnz Frisch von der Strasse kamen und dieselben Kinder im Vergleich nach einer Einleb-Phase bei Childlife. Die Kinder mit trueben, grimmigen oder auch aengstlichen Gesichtern strahlen nach einer Zeit und bluehen auf.

So bewundere ich die Arbeit von Pii Ngaow und seinen Helfern vor Ort. Es steckt so viel Herz in diesem Projekt, so dass man kaum die Moeglichkeit hat los zulassen und fuer immer Auf Wiedersehen sagen zu koennen. Ich habe ein Stueckchen meines Herzens hier bei den Kindern gelassen und werde mich bestimmt noch mal auf den Weg nach Mae Sai machen. Denn vermissen werde ich das herzliche “Sawadee kha Pii Nina” wobei ich es liebe wenn einige der Maedchen noch einen Knicks beisteuerten. Die strahlenden Gesichter und die kurze Geste Le Long’s (den Arm leicht zu beruehren) um das auszudruecken was die anderen Kinder sagen koennen.

Bis dahin wuensche ich Childlife nur das Aller Beste.

Danke fuer die Erfahrungen

Nina


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